Offener Brief gg. CCS-Verpressung

Veröffentlicht am 12.03.2010 in Umwelt

Landesregierung Brandenburg
z. H. Präsidenten des Landtages Brandenburg
Am Havelblick 8

14473 Potsdam

Betreff: Offener Brief zur CO2-Verpressung

Sehr geehrter Herr Präsident des Landtages Brandenburg,
sehr geherte Damen und Herren,

hiermit fordert Sie der Ortsverein Wriezen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands auf, Ihre Pläne, einen der größten Energiekonzerne Europas bei seinen Aktivitäten, insbesondere zur Verpressung von CO2, zu unterstützen, aufzugeben.

• Setzen Sie sich nicht über den Willen der Bevölkerung der beabsichtigten Verpressungsgebiete, insbesondere des Oderbruches, hinweg.

• Brechen Sie nicht Ihre Wahlversprechen.

• Geben Sie kein Geld dafür aus, den Menschen ihre Ängste mit Werbefeldzügen für die CO2 -Verpressung zu nehmen, sondern nehmen Sie ihnen die Angst durch Verweigerung von gefährlichen Experimenten.

• Geben Sie das Geld für die Bildung, Kindertagesstätten und Schulen aus, oder wird es zweckbestimmt vom Energiekonzern bereitgestellt?

• Bedenken Sie, das Oderbruch ist kein Druckbehälter aus Stahl, den man prüfen und für dicht befinden kann. Wer uns das weiß machen will und allen Ernstes behauptet, es gäbe kein Risiko, der sagt wissentlich die Unwahrheit.

• Wir können unseren Kindern nicht mehr erklären, warum uns die Landesregierung das antut; landesplanerisch, wirtschaftlich, touristisch weißer Fleck auf den Karten, höchste Arbeitslosenzahlen und dann noch Giftendlager für einen Energiekonzern mit der Aussicht, diese Zeche später zu zahlen.

• Wir gehen davon aus, dass dem Energiekonzern noch keine Zusagen o. ä. Belastbares gemacht worden sind und fordern die Abkehr von diesem Weg der CO2 - Entsorgung hin zum weiteren Ausbau alternativer Energieerzeugung, um CO2 nicht erst entstehen zu lassen.

• Im Süden Brandenburgs werden die Menschen vom Energiekonzern durch Bagger vertrieben, lassen Sie nicht zu, dass er im Osten dasselbe durch Angst macht.

Der historische Leitspruch des Deichverbandes „Wahre und wehre“ gilt heute mehr denn je.

Lassen Sie nicht zu, dass 1997 tausende Menschen Opfer brachten und ihr Leben riskierten, um Experimentierflächen mit nicht klein zu redenden lebensbedrohlichen Risiken zu sichern.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag des SPD OV Wriezen

Edward Rapp Wolfgang Skor
Ortsvereinsvorsitzender Mitglied des Ortsvereins

 

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